Sonnenmodell

Neben der Herstellung einer Papiersonne auf einer Skala mit anderen Planeten könnte man auch die Oberfläche modellieren. In der oberen Sonnenschicht (konvektive Zone) wird Energie durch die Strömung weitergegeben. Diese Schicht verhält sich wie Heißes Wasser im Topf. Das heiße Wasser steigt nach oben, leitet die Wärme an die Umgebung ab und das abgekühlte Wasser fällt ab (Abbildung 78).

Abbildung 79: Wärmeübertragung durch Strömung

Die Oberfläche der Sonne ist so voll von sogenannten Benards-Zellen. In der Mitte dieser Zellen tritt das heiße Material aus, das abgekühlte Material an den Seiten der Zelle senkt sich ab. Dieses Phänomen wird auch als Granulation der sonnigen Oberfläche bezeichnet. Benards –Zellen können auch beobachtet werden, wenn man beispielsweise einfach nur Öl in einer Pfanne erhitzt. Man kann, wenn das Öl beginnt heiß zu werden, tatsächlich Strukturen auf der Oberfläche erkennen. Unter der Infrarotkamera können die Zellen dann sehr gut differenziert werden:

Man kann hier ganz deutlich die weißen Punkte in den roten Stellen erkennen, in Ihnen wird das heiße Öl von unten nach Oben getragen und an den äußeren roten Rändern bewegt es sich, wenn es abgekühlt ist, wieder nach unten. Wir können also eine Struktur nur aufgrund der ständigen Bewegung des kalten und heißen Öls beobachten.

Abbildung 80: Benards-Zellen Öl in Pfanne unter Infrarot